Februar 2024
Tansania
Ohne richtigen Plan….;-)
Die Tage des Ankommens in Tansania
Eigentlich haben wir keinen genauen Zeitplan, also eigentlich …. Wir kamen hier in Tansania mit einigen Tagen Verspätung an. Die Nutzung des EVisa in Malawi hat so super geklappt (12h), dass wir dieses System auch in Tansania nutzten. Leider hat die Bearbeitung 10 Werktage gedauert. Letztendlich kamen die Evsia „just in time“. Wir stehen gerade an der Servicestation, um unsere Pässe abstempeln zu lassen und in dem Moment trudeln endlich die EVisas ein (gut übrigens, wenn nicht das gesamte Datenkontigent fürs Handy aufgebraucht wurde) – sehr hilfreich an dieser Stelle). Insgesamt eine sehr witzige Situation, selbst die Grenzbeamten mussten lachen, da ich gerade begann ihnen zu versuchen (!) zu erklären, wir möchten nicht zwei mal das Visa bezahlen.
Insgesamt war der Tag des Border Crossings wieder etwas anstrengend. Die Fahrt zur Grenze dauerte bereiste fast drei Stunden (Passfahrt). Das Border crossing nochmals drei Stunden, einen Bankautomat suchen und dann Weiterfahrt bis zur nächsten Unterkunft. Wir hatten uns vorgenommen nach Mbeya zu kommen und dies auch geschafft – wenn auch ziemlich spät und mega platt bei ca: 35 Grad Außentemperatur. Wir haben Mbeya als erste Station gewählt, um uns wieder mit Lebenmitteln eindecken zu können und einen „Servicetag“ für unseren Landy Roho einzulegen. Aufgrund der vielen schlechten Straßen und Wege müssen die Stabilisatoren an den Achsen von Roho erneuert und ein paar andere Kleinigkeiten repariert werden. Als Unterkunft wählen wir daher auch ein Hostel/Hotel in der nähe einer Werkstatt, die sich mit Landrover auskennt. Das Peace of Mind ist eine kleine Oase inmitten einer typisch chaotischen afrikanischen City. Wir waren sehr froh heil drot angekommen zu sein. Der Fahrstil in Tansania ist etwas rabbiater als in den Ländern zuvor. Dies liegt vor allem an den vielen Tukuk´s und den unzähligen Motorrädern auf denen alles mögliche transportiert wird ( mein perönliches Highlight = ein Dreisitzer Sofa auf einem Moped – quer). Gern nutzen die unterschiedlichen Verkehrsmittel – ja auch Fahrräder – die eine (!) Fahrspur gemeinsam mit uns- quasi Spiegel an Spiegel :-). Sehr aufregend, aber irgendwie funktioniert es.
Wir verbringen also unseren ersten Tag in Tansania in einer Werkstatt :-). Gut, dass wir die wichtigsten Werkzeuge an Bord haben. In der Werkstatt arbeiten ca 20 Menschen an ca 40 Fahrzeugen gleichzeitg und teilen sich einen (!) Maulschlüsselsatz :-)…wir nutzen also unser Equipment zur Reparatur und die Jungs borgen sich für ihre Arbeit bei uns das Werkzeug – alles mit einem Lachen und mit sehr guter Stimmung. Da ich nicht viel beitragen kann, unternehme ich einen kleinen Spaziergang durch die Stadt, versuche noch mal eine Bank zu finden in der ich mehr als 20 Euro abheben kann, da wir die Reparatur und die noch dazu bestellten Ersatzteile, wie Ölfilter und Dieselfilter bar bezahlen müssen. Nach der Zeit in Malawi, in der es kaum bis keine Lebensmittel zu kaufen gab, bin ich kurz davor in einen Obst- und Gemüseshoppingrausch zu verfallen. Ich glaube ich habe mich noch nie so über einen Rettich gefreut – ja es gab Rettich, Karotten, Kartoffeln und sogar Paprika, Advocados…little Paradies. Nebenbei entdecke ich einen Künstler, der aus getrockneten Bananenblättern Bilder über Alltagsszenen in Tansania herstellt. Er nimmt sich viel Zeit und erklärt mir, wie dies funktioniert..und ja ich musste auch Bilder kaufen - zu schön um vorbeizugehen.
Am nächsten Tag reisen wir weiter in Richtung Küste. Die Route von Mbeya in Richtung Iringa ist unbeschreiblich schön. Wir campen auf einer Farm und können uns dort mit frischen Eiern und Meat eindecken. Die Farm liegt auf ca. 1700 m Höhe, die Nacht hat ca 15 Grad. Es fühlt sich an wie 5 Grad. Die letzten Stunden vor dem Erreichen der Farm gab es einen heftigen Starkregen. Die Anfahrt zur Farm war daher etwas abenteuerlich.
Die Besitzerin der Farm berät uns am nächsten Tag, zu der Wahl der Route in Richtung Küste. Sie lebt in dritter Generation in Tansania. Diese Route hat mich wirklich beeindruckt. Leider konnten wir aufgrund des Streckenverlaufes und des Verkehrs kaum anhalten und genießen (es war ein Freitag vor dem African Football Cup). Bilder folgen…
Unser nächstes Ziel war der Mikumi Nationalpark. Wir campen eine Nacht in der Bufferzone des NP´s. Pumbas, Monkeys, Impalas laufen um uns herrum – nachts Hyänen. Am nächsten Morgen lassen wir uns Zeit, reden viel mit den Locals auf der Campsite – wie auch schon am Abend davor, da wir erst gegen Mittag in den Park fahren wollen, um das 24 h Permit so auszulegen, dass sowohl ein Sundown als auch ein Sunset dabei sind.
Das Entrance Gate ist nur ca: 15 km entfernt. Vor dem Gate ist nicht viel los, wir wollten das Permit bezahlen und dann starten. Die Ranger zeigten mir dann einen Preis von 377 US Dollar für 24 h – ohne Feuerholz :-). Uns ist klar, dass die Permits mittlerweile sehr teuer geworden sind – aber damit hatten wir nicht gerechnet. Der Grund ist, dass wir ein „ausländisches und ein grosses“ Auto haben. Die Kosten dafür allein belaufen sich auf 180 US Dollar pro Tag. Wir entscheiden uns schweren Herzens gegen ein Besuch.



Die Küste in Tansania – Nähe Pangani - mein aktueller Ausblick aus dem rooftop tent bei 34 Grad tags und 28 Grad nachts
Hier verbringen wir ein paar Tage, um unsere Weiterreise zu organisieren…schon mal die nächsten Visa beantragen…

Die Serengeti und der Nogorongoro

Nach vielen Gesprächen mit Einheimischen, anderen Touristen und Touranbietern haben wir uns schweren Herzens dafür entschieden nicht mit Roho in die Serengeti (ca. 1600 Euro für 3 Tage) zu fahren, sondern mit einem Touranbieter. Wir haben ca. 8 verschiedene Angebote eingeholt und uns dann für ein lokales, kleines Unternehmen entschieden (ca. 2000 Euro: private Camping Safari). Eine grandios gute Entscheidung. Tecomate Tours hat für uns den 3 Tage Safariausflug mit Guide und Koch organsiert und durchgeführt. Es gibt so viel von diesen Tagen zu berichten. In Kürze: ..es war unglaublich, die Serengeti ist noch viel schöner als in jedem Film – ja, das geht wirklich 🙂
Ein ausführlicher Bericht, z.B. über die kämpfenden Hyänen und Löwen neben unserem Bodenzelt in der Nacht in der Serengeti folgt später 🙂











Meru Mountain
Campsite Twinga direkt am Meru Mountain und am Arusha NP (vor und nach der Serengeti – auch um hier noch einmal den Landy warten zu lassen)

Unsere Erfahrungen auf dem Roadtrip durch Tansania
– obwohl die Straßen in Tansania absolut super sind, brauchen wir für 250 km ca. 5-6 h Fahrzeit – es gibt fast überall Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 50 km/h (aufgrund der vielen kleines Villages entlang der Starße ) und Roadblocks - der Anteil der LKW ist hier sehr hoch – insbesondere auf der Route Dar es Salaam / Grenze zu Sambia und Malawi – durch die vielen Pässe reduziert sich die gefahrene Geschwindigkeit hinter einem LKW für manhcmal lange Streckensabschnitte auf 5 km/h
– die vielen Roadblocks haben uns auch einige Schilling gekostet (irgendwas war immer)
– die überwiegende Anzahl der Tankstellen im Süden Tansanias akzeptiert keine Kartenzahlung! Immer Cash verfügbar haben!

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